Das Bild zeigt eine Nervenzelle – ein Neuron. Ihre Funktionsweise ist erstaunlich einfach zu beschreiben: Über die Dendriten empfängt das Neuron Signale von anderen Zellen. Im Zellkörper werden diese Signale aufsummiert. Übersteigt die Summe einen bestimmten Schwellenwert, „feuert" das Neuron und schickt über das Axon einen Impuls weiter – an die nächsten Zellen, über die Endknöpfe und Synapsen.
Genau dieses Prinzip steckt – in Mathematik übersetzt – im Kern jeder modernen KI. Das künstliche Neuron macht nichts anderes: Es gewichtet seine Eingänge, summiert sie und entscheidet über eine Aktivierungsfunktion, ob es weiterleitet. Eingänge, Gewichte, Summe, Schwelle.
Die größten KI-Modelle der Welt sind nichts anderes als Milliarden solcher mathematischen Neuronen, in Schichten gestapelt und auf riesigen Datenmengen trainiert. Das biologische Neuron ist die Inspiration. Seine mathematische Repräsentation ist das Grundgerüst der heutigen KI.
Bildnachweis: Schemazeichnung Nervenzelle (Lehrbuchdarstellung).