Letzte Woche habe ich meinen ersten festen Mitarbeiter eingestellt – einen Senior-Spezialisten für Qualitätssicherung. Wer schon einmal jemanden onboardet hat, kennt die stille Sorge: Wie lange dauert es, bis er wirklich produktiv ist? Zwei Wochen Codebase-Archäologie? Ein Monat „frag mal nach"?
Bei uns war es ein Vormittag. Nicht, weil er ein Genie ist (ist er, aber das ist ein anderer Post) – sondern weil unser gesamtes Projektwissen an einem Ort lebt, der sich selbst erklärt.
Er öffnet einen Service, und der Orchestrierungs-Server liefert ihm sofort alles: Rolle, Architektur, die Fallstricke, die uns früher Wochenenden gekostet haben („Idempotenz ist tragend – Key 24h, niemals kürzen"), die Test-Konventionen, die offenen Tickets. Kein „das ist historisch gewachsen". Kein Wissen, das nur in einem Kopf steckt.
Sein erstes Ticket lag schon bereit – klar umrissen, mit Kontext. Er musste niemanden unterbrechen, um anzufangen.
Das ist der Punkt, den ich unterschätzt hatte: Onboarding-Geschwindigkeit ist kein Personalproblem. Es ist ein Infrastrukturproblem. Und das lässt sich lösen.