
Sechs Seminare. Vom API-Call zum eigenen Modell.
Im November 2025 haben wir den ersten Teil unserer sechsteiligen KI-Seminarreihe gehalten: "KI-Nutzung mit fertigen APIs und Oberflächen." Gemeinsam mit einem Rechenzentrumsbetreiber aus Schwerin und einem mittelständischen IT-Unternehmen mit Fokus auf Bilderkennung.
Was auf der Agenda stand
Der Nachmittag war in sieben Teile gegliedert:
- Grundlagen KI-Systeme — Vorteile und Risiken
- Recht — EU AI Act, DSGVO und Urheberrecht
- Technik — Wie funktionieren Sprachmodelle? Tokens, Parameter, Context
- Prompting I — 4 Grundbausteine, praktische Übungen
- Benchmarks — Modelle evaluieren, praktische Auswahl
- Prompting II — Chain-of-Thought, Few-Shot Learning
- Aktuelle Entwicklungen — Wohin geht die Reise?
Die Erkenntnis: Prompt Engineering ist lernbar
Was uns am meisten beeindruckt hat: Egal welcher technische Hintergrund — die Teilnehmer haben sich alle gesteigert. Geschäftsführer, Vertriebsleiter, Projektmanager, Entwickler. Wer vormittags noch "Schreib mir einen Text" tippte, formulierte nachmittags präzise Anweisungen mit Kontext, Zielgruppe und gewünschtem Format.
Prompt Engineering ist keine Frage der IT-Abteilung. Es ist eine Kommunikationsfähigkeit — und die lässt sich an einem Nachmittag spürbar verbessern.
Warum Recht kein optionaler Block ist
Der rechtliche Teil war einer der meistdiskutierten Blöcke. EU AI Act, DSGVO-Implikationen und Urheberrecht — weil KI-Nutzung im Unternehmen nicht nur eine technische Entscheidung ist. Wer KI in Kundenkommunikation, Dokumentation oder Personalwesen einsetzt, muss die Rahmenbedingungen kennen.
Die Seminarreihe
Sechs Teile, jeweils ein Nachmittag:
- KI-Nutzung mit fertigen APIs
- Programmatische KI-Integration
- Lokale Inference ohne API
- Infrastruktur-Aufbau
- Dokumentenverarbeitung
- KI-Training und Finetuning
Das Interesse wächst: Mittlerweile wurden wir auch angefragt, das Seminar für Personal aus der medizinischen Forschung zu halten.
Fazit: KI-Kompetenz entsteht nicht durch ein Tool-Rollout. Sie entsteht, wenn die Belegschaft versteht, was möglich ist — und was nicht. Die Steigerung nach einem Nachmittag ist bei allen sichtbar, unabhängig vom Hintergrund.