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Wertungsmatrix-Rechner: Angebotswertung nach UfAB

Angebote bewerten

Z = L ÷ P — Kennzahl Z = Leistungspunkte geteilt durch Preis. Das Angebot mit der höchsten Kennzahl erhält den Zuschlag — Leistung und Preis gehen gleichrangig ein.

Methoden nach UfAB (Beschaffungsamt des BMI) ; rechtlicher Rahmen § 127 GWB, § 58 VgV. Methode und Gewichtung müssen vorab bekanntgemacht werden. Es werden keine Angebotsdaten gespeichert, die Berechnung läuft vollständig im Browser. Alle Angaben ohne Gewähr, keine Rechtsberatung. Stand: 15.8.2026.

Nachschlagen

Die drei UfAB-Bewertungsmethoden im Vergleich

Einfache Richtwertmethode

Z = L ÷ P

Kennzahl Z = Leistungspunkte geteilt durch Preis. Das Angebot mit der höchsten Kennzahl erhält den Zuschlag — Leistung und Preis gehen gleichrangig ein.

Erweiterte Richtwertmethode

Z = L ÷ P, dann Führungsgruppe + Entscheidungskriterium

Wie die einfache Richtwertmethode, aber alle Angebote innerhalb einer Schwankungsbreite (z. B. 10 %) um die beste Kennzahl bilden eine Führungsgruppe. Innerhalb dieser Gruppe entscheidet ein vorab festgelegtes Kriterium: die höchste Leistung oder der niedrigste Preis.

Gewichtete Richtwertmethode

Z = G_L · (L ÷ L_max) + G_P · (P_min ÷ P)

Leistung und Preis werden auf das jeweils beste Angebot normiert (bestes = 100 %) und mit frei wählbaren Gewichten (z. B. 60 : 40) addiert. Das Angebot mit der höchsten gewichteten Summe gewinnt.

Häufige Fragen

Angebotswertung & Zuschlagskriterien

Was ist die Richtwertmethode nach UfAB?

Die Richtwertmethode ist das Standardverfahren der UfAB zur Ermittlung des besten Preis-Leistungs-Verhältnisses (§ 127 GWB, § 58 VgV): Die Kennzahl Z = Leistungspunkte ÷ Preis macht Angebote mit unterschiedlichem Preis und unterschiedlicher Qualität vergleichbar. Das Angebot mit der höchsten Kennzahl gewinnt.

Wann nehme ich die erweiterte Richtwertmethode?

Wenn nahezu gleichwertige Angebote nicht allein durch minimale Kennzahl-Unterschiede entschieden werden sollen. Alle Angebote innerhalb einer vorab festgelegten Schwankungsbreite (üblich sind 3–15 %) bilden eine Führungsgruppe; dort entscheidet das vorab bekanntgemachte Kriterium — höchste Leistung oder niedrigster Preis.

Wie funktioniert die gewichtete Richtwertmethode?

Leistung und Preis werden jeweils auf das beste Angebot normiert (bestes Angebot = 100 %) und mit den bekanntgemachten Gewichten addiert, z. B. 60 % Leistung und 40 % Preis. So lässt sich steuern, ob eher Qualität oder eher der Preis den Ausschlag gibt.

Muss die Bewertungsmethode vorab bekanntgemacht werden?

Ja. Zuschlagskriterien, ihre Gewichtung und die Bewertungsmethode müssen in der Auftragsbekanntmachung oder den Vergabeunterlagen angegeben werden (§ 127 Abs. 5 GWB, § 58 Abs. 3 VgV). Eine nachträglich geänderte Methode ist ein klassischer Rügegrund.

Warum ist eine Sensitivitätsanalyse sinnvoll?

Liegt das Ergebnis nur wenige Prozent auseinander, können kleine Bewertungsspielräume bei den Leistungspunkten oder Nachverhandlungen beim Preis das Ergebnis kippen — ein erhöhtes Risiko im Nachprüfungsverfahren. Der Rechner zeigt, bei welcher Preisänderung die Rangfolge kippen würde.

Vor der Wertung kommt das Verfahren

Der Verfahrenswahl-Wizard zeigt, welche Verfahrensarten für Ihren Auftrag zulässig sind — und Vergabe MV liefert die passenden Ausschreibungen.